Jetzt hat auch Dertingen eine Krippengruppe

Umbau ist abgeschlossen / Feierstunde zur Übergabe

Der Kindergarten Dertingen hat sein Betreuungsangebot um eine Krippengruppe erweitert. Foto: Stadt Wertheim
Der Kindergarten Dertingen hat sein Betreuungsangebot um eine Krippengruppe erweitert. Foto: Stadt Wertheim

Seit Anfang September wird die neue Krippengruppe in der Evangelischen Kindertagesstätte Dertingen schon genutzt, am Mittwoch wurde sie offiziell vorgestellt. Pfarrer Bernhard Ziegler freute sich mit allen über die Erweiterung des Angebotes und sagte an Bürgermeister Wolfgang Stein gewandt: „Wir wissen es sehr zu schätzen, mit der Stadt Wertheim stets einen verlässlichen Partner an der Seite zu haben.“

Die Anerkennung Zieglers hatte sich auch das Architekturbüro Bannwarth und Ludwig verdient für die „Punktlandung“, dank derer das erweiterte Angebot mit Krippen- und Ganztagesplätzen zu Beginn des Kindergartenjahres am 1. September zur Verfügung stand. Von Sabine Röhrig, der Geschäftsführerin im Evangelischen Verwaltungs- und Serviceamt für die Kindertagesstätten im Bereich Wertheim, über die benachbarte Grundschule, den Kirchengemeinderat, bis hin zu Uwe Schlör-Kempf von der Stadtverwaltung und natürlich die Erzieherinnen mit der Leiterin Manuela Müssig an der Spitze ließ Pfarrer Ziegler niemanden aus, den es für seinen Einsatz zu würdigen galt.

Bürgermeister Stein wandte sich zunächst an die Kinder als Hauptpersonen des Tages. „Ihr seid das Wichtigste und Wertvollste, deshalb müssen wir uns um euch kümmern.“ Er sei stolz auf das Ergebnis der Umbauten in der Einrichtung, für die die Stadt einen Investitionszuschuss in Höhe von rund 200.000 Euro beisteuerte. Die Bauarbeiten erfolgten im laufenden Betrieb, betonte Stein. „Da musste man einiges aushalten.“ Im Grunde sei die gesamte Kindertagesstätte einmal auf den Kopf gestellt worden, denn Veränderungen gab es nicht nur im Krippenbereich.

Noch vor wenigen Jahren, erinnerte der Bürgermeister, sei das Gespenst der drohenden Schließung von Kinderbetreuungseinrichtungen umgegangen. Jetzt diskutiere man über das genaue Gegenteil. Dahinter stecken erfreuliche Gründe: Zum einen steigen die Kinderzahlen in Wertheim wieder an – sowohl durch Geburten wie auch durch Zuzug. Zum anderen vertrauen immer mehr Eltern ihre Kinder immer früher der Bildungs- und Betreuungsarbeit in den 23 Kindertagesstätten an. Im Bereich der Kleinkindbetreuung (bis drei Jahre) besuchen jetzt 45 Prozent eine Einrichtung. Um die notwendigen zusätzlichen Kapazitäten zu schaffen, hat der Gemeinderat in der Bedarfsplanung 2018/19 bauliche Erweiterungen für fünf Kita-Standorte beschlossen.

Kita-Leiterin Manuela Müssig erläuterte, welche Veränderungen organisatorischer und konzeptioneller Art es gegeben hat und dass man das Motto „Wo Leben ist, da ist Bewegung“ schon in der Umbauphase umgesetzt habe und weiter umsetzen werde. Ziel sei, eine „Atmosphäre für die Kinder zu schaffen, in der sie sich wohl und geborgen fühlen und selbstbestimmt aufwachsen können“.